Fuerteventura Part I – für immer verliebt in Dude Island und warum Spanisch eigentlich Italienisch mit S ist!

Freunde…nennen wir es Post-Reise-Depression, aber nach intensiven Erlebnissen und auch wenn es sich um nur eine Woche auf der kanarischen Insel Fuerteventura handelt, benötige ich immer unglaublich lange um wieder daheim anzukommen bzw. bis die Seele nachkommen kann. Sarah hat das diesmal ganz schlau gelöst und sich ganze acht Tage später direkt für 14 Tage in die Karibik verpisst, Dominikanische Republik ist eben auch nur einmal im Jahr!

Ich sitze also hier, nach 30 Grad Temperaturunterschied, finde immer wieder Sandkörner im Rucksack und bin in Gedanken schon längst wieder am Meer, denn für mich geht es Ende des Monats, pünktlich zu Silvester für über zwei Wochen nach Südafrika. Aber zurück nach Feurte oder wie wir es liebevoll nennen: FUTURE VENTURE.

Nach sieben Nächten, 2000 geschossenen Fotos und einem enormen Instagram Spam will ich Euch nun in Part I unseres kleines Reiseberichts meine Version der Insel zeigen….Sarah darf dann Part II übernehmen, weiss sie nur aktuell noch nicht.

Was Euch in den nächsten ca. 600 Wörtern erwartet wird? Bikinis und Strände…denn des Oceanloving-Girl in mir (so heisst übrigens auch das Fair Fashion Label, deren Bikinis wir stolz wie Bolle getragen haben) kann vor allem eins: 24h aufs Meer glotzen, mal mit Surfbrett unterm Arm, mal mit Cocktail in der Hand, ich bin da sehr flexibel.

Vor der Reise

“Lass nach Feuerte fliegen” schreibt Sarah mir im September übermütig via WhatsApp…hmm Kanaren, da war ich als Kind mal. Teneriffa. Familienurlaub in der Bettenhochburg und mit Animationsprogramm, die Gefühle die ich rückblickend zu dieser Reise habe sind eher flau. Tausend streunende Hunde haben mir damals das Herz gebrochen. Naja ist ja auch schon ein paar Jahre her,…aber irgendwie war es auch ganz schön karg. Egal, gut dann Feuerteventura eben. Wenn Sarah sagt, dass es dort toll ist glaube ich ihr. Leider gestaltete sich meine Urlaubsplanung rein beruflich zu diesem Zeitpunkt ziemlich schwierig. Als ich dann im ersehnten Zeitraum den Urlaub bestätigt bekam,verkündete Frau Mühl mir ihren gerade spontan getätigten Kauf eines Flugtickets nach Punta Cana, auf die Kanaren müsste ich dann eventuell doch alleine..so viel Sommer kann man sich dann doch nicht leisten. Gut, dann fliege ich alleine.

Google angeschmissen, den Flug auf Swoodoo für 1oo Tacken gebucht, ein billiges Air Bnb hinterher…Madlen alleine auf Tour, Eroberin der Wellen. Der Gedanke hielt genau eine Woche an, bis Sarah frühstückend beschloss, dass man eh immer falsche Prioritäten setzt, also scheiss auf Weihnachten…sie kommt mit. Beste Entscheidung, für sie und für mich, denn happiness is ja nur real wenn geshared und das können wir ja.

Zwei Monate später fahren wir nachts halb zwei nach Berlin an den Flughafen, denn früh um sechs bringt uns Ryan Air nach Porto del Rosario. Wir fühlen dank braun gebrannten Dudes und Surfbrettatschen schon die Hang Loose Vibes, tauschen Jeans gegen Shorts und sausen mit unserem FIAT 500 (sausen beschränkt sich auf 90kmh) nach Corralejo ins Surf in Trip Hostel. 4Bett Zimmer, gemischt, in einem Hostel von und voller Italiener und einem Polen. Jackpott, denn in Wirklichkeit gehört die Insel nicht zu Spanien, sondern dem Stiefel-Land. Wir werden es nicht bereuen und lernen, dass Italienisch eigentlich genau wie Spanisch ist, nur ohne das S am Ende. Na dann: Vamo(s).

 

Strände

Sarah ist der Berg und ich bin das Meer. Das haben wir festgestellt, Frau Mühl quiekt bei jedem rostroten Gesteinshaufen im Inselinneren, ich hab die zwei stündige Autotour von Corralejo nach La Pared fast geheult, weil ich für anderthalb Stunden kein Wasser gesehen habe…könnte aber auch am Hangover der Nacht vorher gelegen haben, welche mit unserem neuen polnischen Freund namens Tequila und dem Italiener (Amaretto), betrunken in einer Karaoke Bar bei Despacito endete…was für ein fulminanter Urlaubsstart. Aber zurück zu den Stränden,…die kann Fuerte…aber sowas von. Ob in Corralejo, El Cotillo oder La Pared, kilometerlange und Fussballfeld breite weisse oder dunkle feine Sandstrände, mega Wellen, viel Wind und endlose Weite. Lassen wir an dieser Stelle bitte (Bikini) Bilder sprechen.

Corralejo

El Cotillo 


La Pared

 

Surfen

Surfen, dass stand ganz oben auf meiner Urlaubs To-Do Liste, neben Buch lesen, Entspannen, Kultur, Natur erleben, Feiern und Co….mega realistisch in so einer Woche, vor allem als blutiger Anfänger beim Wellenreiten. Nur ein Board und einen Wetsuit leihen wäre aktuell lebensmüde. Die nächste Male heisst es auf jeden Fall noch Surfkurs. Tat ich auch, einen ganzen Tag lang 😉 Sarah kam brav mit und kritzelte ins Urlaubsheft, während ich Salzwasser soff und diverse Wipe Outs erlebte…Theo mein heißer italienischer Surflehrer war großartig, aber leider auch zu schön und toll um sich auf die perfekte Haltung auf dem Board zu konzentrieren, das nächste Mal dann wieder mit Surflehrerin, so viel Sexismus muss sein. Ich hab glatt vergessen wie wunderschön aber auch anstrengend Surfen ist. Und auch wenn ich noch meistens vom Board fallen, wenn ich dann stehe und kleine Wellen nehme, ist dass das schönste Gefühl der Welt…schade, dass Sarah meine Glanz-Momente nicht festgehalten hat, neue Chance dann in Kapstadt.

 

 

Hello Dude…

Surfen bedeutet Dudes, Fuerte ist ganzjährig voller Surfer, die besten Bedingungen herrschen jedoch im Herbst und Winter vor, dann wird die ganze Insel zu Dude-Town. Ich liebe diese Hang Loose Mentalität, weil sie mit einem anderen Lebensverständnis einhergeht. Immer Draußen, ein Leben mit der Natur, den Wellen. Braune Haut, glückliche Gesichter von der Sonne, offene Geister und Seelen. Und das findet man kompensiert in dem kleinen Örtchen La Jares (hier haben wir auch den tollsten Schmuck auf dem Handwerkermarkt, der jeden Samstag stattfindet gefunden).

Eine Woche Future Venture bedeutet vor allem eine Woche draussen, eine Woche ungeschminkt, Salz auf der Haut, Wind in den Haaren, tiefgründige Gespräche. Es zählt wer du bist, nicht was du machst (schon gar nicht beruflich). Jede zwischenmenschliche Begegnung und war sie noch so kurz, war intensiv. Florence die ca. 50 Jährige Französin, welche vier Tage mit uns das Zimmer teilte, brachte es in ihren wenigen englischen Worte auf den Punkt: ” The island has a good coeur (heart)” und ich bin auf jeden Fall mehr als verliebt.

La Jares

 

BYE BYE Dude Island

Ich hab geheult, als wir an einem Dienstag Abend wieder in Leipzig gelandet sind…so ist das mit Trennungen, man leidet. Und trotzdem bin ich dankbar, für die Erfahrung, die Sone, das Meer und Sarah, denn du bist meine perfekte Reisebegleitung.

Liebst,

Madlén

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