Fuerteventura Part II – Dude Vibes und noch mehr Sand

Fuerte – schon 2016 habe ich mich in die Insel verliebt und was ich liebe, teile ich gern. Hier kommt der zweite Teil unseres Trips im November 2017. Ganz in warmer Sommerstimmung um uns allen den miesen Januar zu erwärmen!

 

Ich konnte es kaum erwarten Madlen Fuerte zu zeigen! Hatte ich im Jahr zuvor doch drei Wochen im Süden der Insel, in Esquinzo, in einem Clubhotel gearbeitet (nachzulesen auf dem Alabasterblogzine). Leider war damals die freie Zeit sehr knapp und ich deswegen super aufgeregt diesmal nur zum Urlaub vorbeizukommen. Erstes To Do nach dem Flug? Socken aus und Mietwagen her! Vollkommen übermüdet und aufgekratzt düsen wir in den Norden Corralejo. Unser Hostel überrascht uns mit gemischten 4er-Zimmern und einer Menge italienischer Männer. Das Abenteuer beginnt und der erste Weg führte uns zu den sandigen Dünen im Nordosten. Madlen brauche ich zu diesem Zeitpunkt gar nicht mehr ansprechen, sie sitzt breit grinsend neben mir am Strand und beobachtet die Wellen. Wir atmen tief ein und der ganze Trubel, das nasskalte Wetter und die schlechte Laune sind jetzt endlich weit weg.

 

 

 

Es ist verrückt, wie diese Insel so viele positive Vibes aussenden kann. Dabei ist ihre Natur so minimalistisch. Ewige Sanddünen, die in Wüste übergehen, Schotterstein-Berge, Mondlandschaften und steile Klippen. Alles was grün oder Palme ist, wurde meist von Menschenhand angelegt. Für mich einer der schönsten Orte mit weiten Schotterflächen, von rostigem Orange bis zu steinigem Grau, in denen ich komplett das Gefühl für Entfernungen verliere.

 

Hang Loose

 

Während wir uns einleben, die Italiener im Hostel mit unserem Frühstücks-Game beeindrucken (Cappuchino mit Honig vs. Ei, Brot, Olivenöl, Oliven und Ziegenkäse – “You girls win breakfast!” hehe) und mit dem Auto von Strand und Stadt zum nächsten Strand düsen, treffen wir immer wieder neue Freunde und Bekannte, Reisende, Surflehrer, Yogis, Hippies und eine Menge Dudes. Hang Loose ist hier ein Lebensgefühl, welches überall in der Luft liegt. Unsere Gespräche wandeln sich nach kürzester Zeit in tiefsinnige Diskussionen über Nachhaltigkeit und Glück. Was ist mit dieser Insel los, dass wir uns hier so fokussieren können und auf einmal alle Gedanken und Wünsche so deutlich sind? Wir tollen in den Wellen und Sand klebt in unseren Gesichtern. Unser liebstes Make Up ist die gute Laune!

 

 

Während Madlen praktisch keine Sekunde ohne Meeresblick sein möchte, liebe ich es das Landesinnere zu entdecken! Die kleinen Dörfer inmitten steiniger Wüstenberge faszinieren mich und zu langes beachen macht mich unruhig. Nach vier Tagen sitzen wir in der Return Bar in Lajares und ich kann meine Füße nicht mehr stillhalten. Im Mondschein spaziere ich ein Stück am Wüstenrand entlang.

HIKERSGONNAHIKE

 

Als zwei Tage später Madlen ihre Nachtruhe nachholen möchte, bin ich nicht traurig und nutze die freie Zeit für einen Wanderausflug. An der Northshore gibt es einen Berg mit Krater, der auf meinen Besuch wartet. In Vans und Kleid, mit Kamera, Snacks und Wasser bepackt, laufe ich eine große Runde durch die Steinwüste und um den Berg. Nach einem kurzen, steilen Aufstieg werde ich mit einer großartigen Aussicht auf das Meer und die Isla de Lobos belohnt. Während ich auf einem Fels sitze und eine Pause einlege, springt mir ein Chipmunk auf den Schoß und erkundet meine Kamera. Auf dem Rückweg halte ich an einer der stylischen Bäckereien, die eine Mischung aus hippen Berlin und Surferbude sind, und besorge uns Kuchen und Kaffee. Dass ich allein mit dem Auto unterwegs sein kann, durch die Wüste wandere und mich die komplette Zeit sicher und gut fühle, werde ich bei meiner nächsten Reise sehr schätzen lernen.

 

 

 

Für Fuerte braucht man eigentlich keine Tipps, sondern einfach ein kleines Auto und ein bisschen Abenteuerlust, die Insel zu erkunden. Für uns war es eine besondere Woche mit so vielen neuen Begegnungen und Eindrücken. Ich habe eine alte Bekannte wiedertreffen können, die uns die Insel auf eine ganz authentische Art zeigen konnte (mit den Locals, zum Acro Yoga und Jonglieren, in der Wüste) und uns kein größeres Willkommens-Gefühl hätte geben können! Für unsere Freundschaft war es der erste große Trip und der Beweis, dass wir kein besseres Reise-Team sein könnten!

 

FUERTE FOREVER

 

Für uns steht fest, dass wenigstens ein Fuerte-Trip im Jahr drin sein muss. Für’s Herz, den Kopf und die guten Vibes! Ich konnte Madlen noch nicht Cofete zeigen (einen meiner Lieblingsorte!) und sie hat mich noch nicht zum Surfen gebracht. Beides wird sich noch dieses Jahr ändern und macht die Insel zu einem ganz besonderen Ort für unsere Freundschaft. Love you!

 

 

 

Was hat uns der Spaß gekostet?

Flüge via Ryanair: 90€

Hostel via Airbnb (Surfintrip): 230€

Mietwagen via Check24 (Interrent): 130€

Kosten pro Nase für eine Woche Fuerteventura: 270€

 

 

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