Hike Day Trip: Liebethal

Happy Hike! Kein besseres Thema um diesen Blog zu starten! Es juckte mich schon seit einiger Zeit in den Füßen und wie so oft hatte ich mich mit Freunden in einer Schlange von “Ja das sollten wir unbedingt machen!” verloren. Aber ich hatte keine Lust mehr zu warten. Während Madlen sich in Portugal auf dem Surfbrett herumtrieb und sicherlich gerade im gehäkelten Kleid zu Folksongs in der Strandbar tanzte und die andere Wanderfreundin sich ihren Weg durch Venedig paddelte, sollte ich hier warten bis jemand mit mir wandern geht? Nix da. Wozu lebe ich denn mit einem Hund zusammen.

Mit der Lieblingsapp allein unterwegs

Vor einer Weile schon hatte mir Madlen die App komoot empfohlen. Wie ein Navi für Wanderungen und Rad-Touren führt sie dich durch die Natur. Ich finde das vor allem angenehm, wenn ich vorhabe allein durch die Gegend zu streunern. Ich bin großer Fan vom Kartenlesen und nach gemalten Fähnchen an Bäumen gucken, nur allein… da fühle ich mich ganz gut, dass die App mit mir mitläuft und alles aufzeichnet. Außerdem fiel mir so die Auswahl super einfach. Am Abend vorher konnte ich entspannt vom Bett aus eine Route aussuchen und im Handumdrehen sehen wie weit ich mit dem Auto fahren und wie viel Zeit ich für die Tour einplanen muss.

Auf geht’s!

Pfingstmontag, 5:40Uhr: ich hatte absolut kein Problem so früh aufzustehen. Der Gedanke an hunderte Feiertagswanderer ließ mich zum Auto flitzen. Das Schönste ist halt, den Wald und den Weg für sich allein zu haben. Nur das Rauschen des Wassers und die Tausend Vögel zwitschern – ohh loving spring! Die Route an sich war unerwartet hübsch. Ich war tatsächlich erst etwas skeptisch über meine eigene Idee nach Pirna zu fahren. Wollte ich doch viel lieber riesige Felsen sehen und irgendwo hoch halt. Aber mehr als 1,5h Autofahrt wollte ich auch nicht allein durchziehen und gerade wenn ich das erste Mal allein unterwegs bin, sollte ich vielleicht locker anfangen. Der übergrüne Wald und das wirkliche schöne Flußbett bis zum Wagner-Denkmal überzeugten mich aber und ich hatte einfach nur ein entspanntes Lächeln im Gesicht. Nach etwa der Hälfte der Wanderung und einer steilen, mit Moos bewachsenen 200m langen Treppe, gab es noch meinen heißersehnten Feldspaziergang. Seit einiger Zeit schaue ich bei Autobahnfahrten immer neidisch nach rechts und links und bin immer kurz davor beim nächsten Feld anzuhalten und eine Tour zu drehen. Ist von den 7 Jahren Dorfleben eben doch etwas hängengeblieben.

Das selbstausgelöste Foto von mir und Greta habe ich mir diesmal gespart. Ich hatte wirklich keine Lust auf den iPhone-Kamera-Wifi-Verbindungskram, meine Kamera im Matsch und außerdem hatte ich die Haare wild (nicht sweet boho, wirklich wild) in einem Half Bun hochgebunden und das Gesicht voller Sonnencreme sodass es sich wie einer dieser rosa Mirror Glaze Kuchenglasuren anfühlte. Aber dafür Babyface 4 Ever!

MY HIKE ESSENTIALS

Zur Zeit immer mit dabei: das neue Wilderness Magazin, meine Heringbone Kameratasche und die veganen Hiking Boots von Will’s Vegan Shoes (auch wenn sich da Freunde lustig machen – sie halten seit über 3 Jahren und ich bin mehr als zufrieden über die vegane Qualität).

Nach zwei Stunden war die Tour beendet und wir wieder auf dem Heimweg. Mutti hatte sich schon Sorgen gemacht. Mein Bruder reist 6 Wochen allein durch Indien, aber wenn Sarah allein nach Pirna fährt ist das ganz klar gefährlicher. So sind sie, die Mütter, oder? Greta hat den Rest des Tages im Bett verbracht und sich wie ein Deckchen benommen. Mein Fazit? Nächsten Sonntag will ich wieder raus. Wer kommt mit?

 

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